Adolf Hacker (1908 - 1956)

Biographische Daten:

 

1908   Am 12. Dezember wird August Adolf Hacker in Neu-Weißstein (Waldenburg/ Schlesien) geboren. Seine Eltern sind August Hacker (Obermodelleur in der Porzellanfabrik C. Tielsch & Co. in Altwasser/Waldenburg) und Elisabeth Mohr.

 

1914   bis 1922 Besuch der Realschule in Waldenburg.

 

1923   bis 1926 Modelleurlehrling in der Porzellanfabrik C. Tielsch & Co. in Altwasser (Waldenburg/ Schlesien) verbunden mit dem Besuch der Gewerblichen Berufsschule in Waldenburg. 

 

1927   bis 1929 Studium an der Staatlichen Kunstgewerbeschule München in der Klasse Heinrich Waderé (vormals Königliche Kunstgewerbeschule bis 1918, ab 1946 in die Akademie der Bildenden Künste München eingegliedert). Zeitgleich studiert seine künftige Ehefrau, Charlotte Bayerl, in der Klasse Leonie Dübbers der Staatlichen Kunstgewerbeschule München und beendete am 12. März 1929 ihr Studium als Textilkünstlerin.

 

1929   Am 23. Februar beendet der Porzellanmodelleur und Bildhauer Adolf Hacker die Meisterschülerprüfung an der Staatlichen Kunstgewerbeschule München mit "sehr gut".

Als sein 98. Porträt modellierte Adolf Hacker Papst Pius XI., welches 1929 zur persönlichen Unterschrift und Begutachtung in Rom vorgelegt wurde.

 

1929   bis 1931 Als Modelleur tätig in der Porzellanfabrik C. Tielsch & Co., Gebrüder Silbermann Porzellanfabrik Hausen-Lichtenfels (Bayern) und Krister Porzellanmanufaktur AG Waldenburg/ Schlesien.

 

1932   bis 1945 Adolf Hacker ist bei der Steingutfabrik Villeroy & Boch in Torgau an der Elbe erster Modelleur für sämtliche Neuheiten in Geschirren und Keramiken.

Nebenher modelliert der Künstler Adolf Hacker mit Vorliebe Porträts und Plastiken.

 

1937   Am 24. Januar wir seine Tochter Elisabeth Hacker geboren.

 

1945   Im September wird durch Adolf Hacker das Gipsmodell der "Fahnenkrone" für das Denkmal der Begegnung in Torgau an der Elbe beigestellt.

Am 31.10. verläßt Adolf Hacker seine Stellung bei Villeroy & Boch Torgau auf eigenen Wunsch, um als freier Künstler wirken zu können.

 

1946   Seit dem 1. April ist Adolf Hacker Mitglied in der Kammer der Kunstschaffenden der Provinz Sachsen, Fachschaft Bildende Künste.

Adolf Hacker wirkt bei der Fertigstellung des Denkmal der Begegnung in Torgau mit (Französische Fahne).

 

1950   Aufgrund der Kulturverordnung der DDR vom 16. März werden alle bisher in der Kammer der Kunstschaffenden erfassten Künstler der DDR überprüft und in den neugegründeten "Verband Bildender Künstler" im Kulturbund überführt. Für den Kreis Torgau erfolgt die Anerkennung von 3 Künstlern: der Bildhauer Adolf Hacker sowie die Gebrauchsgraphiker Kurt Schellenberg und Karl Herrmann Schmidt. Die Prüfungsarbeiten wurden anlässlich der Kreisdeligiertenkonferenz des Kulturbundes im "Goldenen Anker" ausgestellt.

 

1950   bis 1954 Adolf Hacker erhält verschiedene Aufträge vom Museum des Kreises Torgau, so u. a. zur Herstellung eines Modells der Steingutfabrik Torgau, dem Modell Schloß Hartenfels, des Modells "Straßendorf" (Zinna), des Modells "Angerdorf" (Bockwitz) sowie der Modelle "Rundling", "Haufendorf" und "Waldhufendorf" (Sitzenroda) u. a.

 

1951   Wiedereröffnung des Museums in Torgau durch Karl Herrmann Schmidt (Gebrauchsgraphiker), Adolf Hacker (Bildhauer), Kurt Markus (Stadthistoriker und Denkmalpfleger) und Fritz Walther.

 

1956   Am 14. Januar stirbt Adolf Hacker im Alter von 48 Jahren. Er ist auf dem Friedhof in Torgau begraben.

 

06.08.2012 str